ARBEITSKREIS

Engagierte Personen haben sich zusammengefunden, um die queer-feministische Geschichte Leipzigs sichtbar und zugänglich zumachen. „Verborgene Archive“ und Sammlungen sollen im besten Fall digitalisiert und vor dem Verblassen geschützt werden. Gleichzeitig möchten wir Menschen zusammenbringen, die Geschichten suchen, erzählen oder bewahren wollen.


Dafür wird an dieser Stelle ein „digitales Findbuch“ entstehen mit Informationen, Quellen, Kontakten und Verweisen zu Archiven, Sammlungen, Bibliotheken, Museen, Initiativen, Vereinen, Projekten und Zeitzeug:innen.


Die queer-feministische Geschichte Leipzig als Teil der Stadtgeschichte ist oft unsichtbar, verdrängt oder nur schwer zugänglich. Dabei prägen queere Menschen seit Generationen das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt. Heute (Stand 2025) leben in Leipzig mindestens 76.000 Personen mit LSBTIQ-Hintergrund. Ihre Biografien und Erinnerungen erzählen von Ausgrenzung und Emanzipation, Gemeinschaft, Protest, Freiräumen und gelebter Vielfalt. 


Indem wir diese Geschichten bewahren und zugänglich machen, schaffen wir Räume für Erinnerungen, Austausch und Wissen – für die Gegenwart und für kommende Generationen.


Du kannst unsere Arbeit mit einer Anschub-Spende im Juli 2026 über Leipzig Crowd unterstützen oder einfach bei uns mitmachen. Lass uns dazu ins Gespräch kommen!

SAMMLUNGSSTÜCKE

STATEMENTS

»Ich bin dabei, weil es wichtig ist, Geschichten, Erfahrungen und Emanzipationskämpfe von LSBTIAQ zu bewahren, um Kompetenzen und Methoden für wirkungsvolles politisches Engagement, aber auch Vorbilder für künftige Generationen mit erhöhter Verletzlichkeit (Generationen von vulnerablen Gruppen) sichtbar zu machen.« Kathrin Darlatt

»Die Diskriminierungserfahrung als schwuler Mann brachte mich in den 1980er Jahren zur Bürgerrechtsbewegung und daraus erfolgte die Bereitschaft als Bürger meine Werkstatt des Politischen zu eröffnen und das habe ich mir bis heute bewahrt.« Michael Berninger


»Die Geschichte Queere Kämpfe ist zum Teil so unglaublich aktuell, dass es erschütternd ist. Erschreckend ist auch, wie Queerfeindlichkeit in Krisenzeiten immer wieder zunimmt. Erschreckend, wenn geflüchtete lesbische Frauen sich in diesem Land nicht sicher fühlen. Hoffnungsvoll ist, dass sich heute weit mehr Menschen für queere Rechte und Sichtbarkeit einsetzen. Dies ist auch das Ziel des AK Queer-feministische Geschichte Leipzig.« Christine Rietzke


»Bei meiner Recherche zur Chronik des ersten schwul-lesbischen Sportvereins in Ostdeutschland – ROSALÖWEN Leipzig bin ich auf so viele unveröffentlichte Geschichten und Unterlagen gestoßen. Die müssen unbedingt noch alle erzählt und zugänglich gemacht werden.« Ilka Zoche


»Queer-Feministisches Engagement ist für mich ein zentraler Beitrag für ein befreites und gleichberechtigtes Leben aller Geschlechter und sexueller Orientierungen. Gerade in Zeiten aufkommender Angriffe auf CSDs und erstarkender Queerfeindlichkeit ist es wichtig, die Geschichte der Queer-Feministischen Bewegung der letzten Jahrzehnte zu bewahren, zu vernetzen, zu vermitteln sowie sichtbar und zugänglich zu machen. Denn diese widerständige Geschichte in Leipzig, der DDR und weit darüber hinaus erinnert daran, was bereits erkämpft wurde und was es auf dem Weg zu einer inklusiven und gerechten Gesellschaft noch zu erkämpfen gibt!« Tim Rood


»Ich bin ein schwuler Bürger Leipzigs, und ich finde den Arbeitskreis wichtig, weil es ganz viele unanständige Sachen in unserer Geschichte gibt, die auch aufbewahrt werden müssen.« Arthur Bruls


IMPRESSUM

Arbeitskreis

QUEER FEMINISTISCHE GESCHICHTE LEIPZIG

hallo@qfg-leipzig.de

v.i.S.d.P. Frauenkultur e. V. Leipzig

Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig

Gestaltung: Ilka Zoche / izoeasy.de